Warum es keinen Einheitspreis gibt
Eine Website kann eine einzelne Seite mit Telefonnummer sein oder ein System mit zwanzig Leistungsseiten, zwei Sprachen, Anfrage-Funnel und Anbindung an dein CRM. Beides heißt Website. Wer dir ohne Gespräch einen Festpreis nennt, rechnet entweder mit einer Vorlage oder mit Nachträgen.
Sinnvoller ist die Frage: Was soll die Website leisten? Mehr Anrufe, mehr Bewerbungen, Verkäufe oder Vertrauen bei großen Kunden? Daraus ergibt sich der Umfang, und aus dem Umfang der Preis.
1. Umfang und Aufbau
Wie viele Seiten braucht es wirklich? Für lokale Betriebe lohnt sich oft eine eigene Seite pro Leistung, weil Menschen nach genau einer Leistung und einer Stadt suchen. Jede dieser Seiten braucht eigenen Text, sonst wertet Google sie als Kopie.
2. Design: Vorlage oder eigen
Eine gekaufte Vorlage ist günstig und sieht aus wie tausend andere Seiten. Ein eigenes Design kostet mehr Zeit, passt aber zu deiner Marke und hebt dich ab. Dazu zählen auch Animationen und Übergänge, die eine Seite hochwertig wirken lassen, ohne sie langsam zu machen.
3. Texte
Texte sind der meistunterschätzte Posten. Wer sie selbst schreibt, spart Geld und verliert oft Anfragen. Gute Texte sagen in einem Satz, was du machst und für wen, und beantworten die Fragen, die Kunden sonst am Telefon stellen.
4. Bilder und Video
Echte Fotos von deinem Team, deinen Räumen und deiner Arbeit schlagen jedes Stockfoto. Ein Shooting oder ein kurzes Video kostet extra, ist aber oft der größte Unterschied zwischen einer Seite, die man vergisst, und einer, bei der man anruft.
5. Funktionen
Ein Anfrageformular, das wirklich ankommt, eine Terminbuchung, ein Shop, mehrere Sprachen, ein Login für Kunden oder die Anbindung an andere Programme. Jede Funktion bringt Aufwand für Bau, Test und Datenschutz mit.
6. Google und Tempo
Saubere Adressen, eigene Titel und Beschreibungen, strukturierte Daten, eine Sitemap und kurze Ladezeiten am Handy. Das sieht man nicht, aber es entscheidet, ob die Seite gefunden wird.
7. Recht und Technik
Impressum, Datenschutzerklärung passend zu den Diensten, die wirklich eingebunden sind, Verschlüsselung und Sicherheits-Header. Fehler hier kosten später mehr als die Umsetzung.
8. Pflege nach dem Start
Eine Website ist nie fertig. Neue Projekte, neue Leistungen, Änderungen bei Öffnungszeiten oder Preisen. Kläre vorher, ob du selbst pflegen willst oder das jemand für dich übernimmt.
Woran du ein gutes Angebot erkennst
Es nennt jede Position einzeln: Seitenanzahl, Texte, Bilder, Funktionen, SEO, Recht, Hosting und Pflege. Es sagt, was nicht enthalten ist. Und es beginnt mit Fragen zu deinem Betrieb, nicht mit einem Paketpreis.
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